Schlacht an der Kette

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In der Schlacht an der Kette kämpft eine vereinigte Seestreitmacht aus Port Cos, Ar-Station und weiteren Städten am Vosk gegen die Flotte des Flusspiraten Ragnar Voskjard.[1]

Verlauf der Schlacht

Mit einer Kette die heimlich in Cos geschmiedet wurde und westlich, d.h. flussabwärts von Port Cos quer über den Vosk gespannt wurde, versucht Port Cos den Handel auf dem Vosk vor Piraten zu schützen und die Vereinigung der Flusspiraten von Policrates und Ragnar Voskjard zu verhindern. Die Kette wird an drei Abschnitten auf dem Vosk geschützt. Im Süden wird die Kette von Callisthenes mit zwanzig Galeeren aus aus Port Cos bewacht. Im Norden ist Calliodorus aus Port Cos mit seinem Flagschiff Tais für die Bewachung zuständig. In der Mitte des Flusses übernimmt der ehemalige Hauptmann Callimachus im Auftrag der Stadt Victoria mit dem Flagschiff Tina und verschiedenen Schiffen aus den Städten am Fluss und aus Ar-Station die Bewachung der Kette. Die Verteidiger haben insgesamt etwa fünfzig Schiffe zur Verfügung. Ragnar Voskjard besitzt fast einhundertfünzig Galeeren, von denen die Verteidiger jedoch nichts wissen.

In der ersten Angriffswelle versuchen die Galeeren Ragnar Voskjards die Kette zu rammen und so zu zerstören. Dabei werden die ersten Galeeren Voskjards zerstört. Danach ändern die Piraten ihre Taktik, legen mit ihren Galeeren direkt an der Kette an und versuchen, die Kettenglieder mit Sägen aufzutrennen. Callimachus nutzt den Rammsporn an seinen Schiffen um die Galeeren an der Kette zu versenken. Dabei werden weitere Schiffe der Piraten versenkt. Gleichzeitig werden Pfeile und Tonkugeln mit brennendem Pech verschossen. Um keine weiteren Galeeren zu verlieren, setzen die Piraten Beiboote aus, die sich der Kette nähern und schnell zurückziehen, wenn von der anderen Seite Verteidiger vorrücken.

In der folgenden Nacht beginnt der zweite ernsthafte Angriff der Piraten. Eine größere Zahl Beiboote kommt an die Kette und beginnt, die Kettenglieder anzusägen. Andere Beiboote werden über die Kette gehoben und versuchen, die Galeeren der Verteidiger zu entern. Die Angreifer werden jedoch erfolgreich zurückgeschlagen. Die Verteidiger schicken ebenfalls Beiboote aus, die sich in der Dunkelheit leise den Booten der Angreifer nähern um sie anzugreifen. Von den Angreifern werden sogar Taucher eingesetzt, jedoch ebenfalls erfolglos.

Am anderen Morgen versuchen Galeeren mit hoher Geschwindigkeit über die Kette zu rutschen. Mehreren Galeeren Voskjards gelingt es so, auf die andere Seite der Kette zu bekommen und weiteren Angreifern den Rücken freizuhalten. Aus dem Norden stoßen die Tais von Calliodorus aus Port Cos und die Sita aus Kap Alfred zu den Verteidigern um Callimachus. Dort ist die Kette von den Piraten durchbrochen worden. Die anderen Schiffe von Calliodorus, darunteri die Talia aus Kap Alfred, die Thenta aus Jorts Fähre, die Midice, die Ina und die Tia wurden versenkt. Von Callisthenes, der die Kette im Süden bewachten soll ist nichts zu hören und zu sehen. Schließlich stehen zweiundzwanzig Schiffe der Verteidiger zweiundvierzig Schiffen der Angreifer gegenüber.

Die Angreifer bilden mit ihren Schiffen einen Keil um die Formation der Verteidiger zu sprengen. Callimachus lässt seine Schiffe im letzten Augenblick auseinanderdriften und kann die Tuka, eine schwere Galeere isolieren. Nach einem Angriff der Tais läuft die Tuka auf eine Sandbank auf. Als die Angreifer erneut versuchen, die Verteidiger zu rammen, schert die Tais aus und greift erfolgreich die ungeschützte Flanke der Piraten an. Als sich die Piratenschiffe in der allgemeinen Verwirrung der Tais zuwenden, nutzt Callimachus die Gelegenheit und greift mit der Tina die andere Flanke an. Bei diesen Angriffen werden viele Piratenschiffe versenkt. Jason Marshall schätzt, dass etwa dreißig Schiffe der Piraten versenkt wurden. Trotzdem verfügen die Piraten inzwischen über fünfzig Schiffe. Von Callisthenes, der aus dem Süden zu Hilfe gerufen wurde ist weiterhin nichts zu sehen.

Die Schlacht zwischen den Piraten und den Verteidigern ändert sich zu seinem Kampf Schiff gegen Schiff, bei dem die Verteidiger nur noch elf Schiffe besitzen. Die Schiffe aus Ar-Station, darunter die Portia zeigen dabei eine neue Taktik. Sobald feindliche Schiffe anlegen um Schiffe aus Ar-Station zu entern, werden hochgeklappte Planken heruntergelassen und stark bewaffnete Landsoldaten stürmen das feindliche Schiffe. Da diese Soldaten bessere Krieger sind, werden die Piraten schnell besiegt und das angreifende Schiff wird von den Verteidigern übernommen. Am Ende des Tages bleiben den Verteidigern jedoch trotz aller Anstrengungen nur noch fünf, nach dem Untergang der Hermione und der Talender nur noch drei Schiffe, die Tina, die Tais und die Olivia. Als aus dem Süden Schiffe näher kommen, hoffen die Verteidiger auf Unterstützung der Flotte von Callisthenes. Es greifen jedoch weitere Schiffe der Piraten in den Kampf ein, die offensichtlich im Süden die Kette durchbrochen haben. Tatsächlich hat der Hauptmann Callisthenes seine Heimatstadt Port Cos an die Piraten verraten und die zwanzig Schiffe seiner Flotte zurück in den Hafen von Port Cos geschickt. Danach konnten die Piratenschiffe gefahrlos die Kette öffnen und weiter nach Osten vorstoßen. Durch den Einbruch der Dunkelheit werden die Verteidiger gerettet.

Im Dunkel der Nacht wird die Olivia angezündet und unbemannt Richtung Osten geschickt um die Piraten abzulenken. Die verbliebenen Verteidiger um Callimachus rudern inzwischen heimlich davon. Nur die Tamira von Reginald durchschaut den Trick. Im Kampf wird die Tamira versenkt und die auf eine Sandbank aufgelaufene Tuka wieder flott gemacht. Aus der sinkenden Tamira werden Miles aus Vonda und der Kampfsklave Krondar gerettet. Mit der Tina, der Tais und der Tuka entkommen die Verteidiger nach Osten.

Beteiligte Schiffe

Port Cos und Ar-Station

Ragnar Voskjard

  • Tuka - eine schwere Hochseegaleere, wird von Aemilianus nach dem Untergang der Olivia geborgen
  • Tamira - das Botenschiff Ragnar Voskjards unter dem Kommando Reginalds

Quellennachweis

  1. Heyne Band 16: Der Leibwächter von Gor: Kapitel 1, Seite 5