Priesterkönige

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Die Priesterkönige (engl. Priest-Kings) sind die geheimnisvollen, unbeschränkten Herrscher von Gor. Sie stammen von Insekten ab. Auf Gor leben etwa eintausend Priesterkönige.[1] Das goreanische Wort für Priesterkönige ist Sardar.[2]

Die Priesterkönige verfügen über die Macht, Menschen aus der Ferne zu töten und haben Raumschiffe mit denen sie Reisen zwischen Gor und der Erde unternehmen können. Die meisten Menschen auf Gor haben keinerlei Detailwissen über die Priesterkönige, selbst ihr Aussehen ist den Menschen im Allgemeinen nicht bekannt.[3]

Anatomie und Physiologie

Die Priesterkönige sind aufgerichtet etwa fünf Meter groß und etwa einen Meter breit. Ihr Körper ist durch das aussenliegende Skelett komplett goldgelb glänzend. Sie haben sechs Beine und einen kugelrunden goldenen Kopf mit großen leuchtenden Scheibenaugen die sich aus Facetten zusammensetzen. Vom Kopf gehen zwei zerbrechlich wirkende, gelenkige Fühler aus, die mit kurzem goldschimmerndem Haar bewachsen sind. Zur Fortbewegung dienen vier lange, schlanke Beine, die anderen beiden Beine sind deutlich muskulöser und als Greifarme ausgebildet. Jeder Arm endet in einem Ballen aus dem eine Hornklinge geschoben weden kann, die als Waffe und zur Verteidigung dient.[4] Am dritten Gelenk der Vorderbeine befinden sich kleine Reinigungshaken mit denen sich die Priesterkönige auch gegenseitig reinigen.[5]

Die Atmung der Priesterkönige erfolgt durch Muskelkontraktionen am Unterleib. An jeder Seite des Unterleibs befinden sich vier kleine Löcher durch die Luft in den Körper gesaugt wird. Die gleichen Löcher dienen zum Ausstoßen der verbrauchten Luft. Normalerweise ist dieser Atemvorgang nicht zu hören, außer Priesterkönige sind sehr aufgeregt.[6] Priesterkönige verfügen über acht Gehirne.[7]

Das wichtigste Kommunikationsmittel der Priesterkönige sind Düfte. Zur Kommunikation mit Menschen tragen einige Priesterkönige einen kleinen runden Übersetzer um den Hals. Der Übersetzer kann die Düfte die ein Priesterkönig aussendet in gesprochene Sprache sowie Sprache in Gegenrichtung in Düfte übersetzen.[2] Die Aufnahme der Düfte erfolgt durch die Härchen der Fühler an ihrem Kopf. Die Fühler können neben den Düften auch Schallwellen aufnehmen und viele Priesterkönige können zwischen riechen und hören nicht unterscheiden. Die Augen der Priesterkönige haben untergeordnete Funktionen und werden lediglich als sekundäre Sinnesorgane eingesetzt.[8]

Die Priesterkönige leben, essen und schlafen immer im stehen. Sie legen sich nur zum Sterben hin.[9] Die Priesterkönige im Nest sind geschlechtslos und können sich nicht fortpflanzen. Nur die Mutter legt Eier aus denen junge Priesterkönige ausschlüpfen können. Gelegentlich legt die Mutter ein Ei aus dem ein männlicher oder weiblicher Priesterkönig ausschlüpft. Diese können sich vereinen und ein neues Nest gründen.[10]

Sprache und Schrift

In der Sprache der Priesterkönige gibt es dreiundsiebzig Phoneme bzw. Duft-Äquivalente, sozusagen die Buchstaben. Der gemeinsame Nenner dieser Phoneme ist ein für menschliche Nasen leicht säuerlicher Geruch. Die Morpheme ihrer Sprache - kleinste bedeutungstragende Informationsstücke, also quasi die Wörter - bestehen wie in der menschlichen Sprache aus einer Folge von Phonemen. Einige Wörter wie Freundschaft haben aufgrund der andersartigen Kultur keine direkte Entsprechung in der Sprache der Priesterkönige. Statt dessen gibt es vergleichbare Wörter wie Nestwärme. Die Priesterkönige können Nachrichten aufzeichnen, indem sie chemisch behandelte Stoffstreifen mit ihren Düften tränken und diese im aufgerollten Band konservieren.[11]

Sozialverhalten

Die Priesterkönige leben alle gemeinsam in einem normalerweise unterirdischen Nest, da sie das Sonnenlicht nicht vertragen.[12] Alle Priesterkönige in einem Nest stammen von der gleichen Mutter ab, eines weiblichen Insekts das als einziges fortplanzungsfähig ist. Der Anführer im Nest ist traditionell der Erstgeborene. Eine Sonderrolle kommen den fünf Hohen Priesterkönigen zu, die sich aus dem Erstgeborenen, dem Zweitgeborenen, dem Drittgeborenen, dem Viertgeborenen und dem Fünftgeborenen zusammensetzen. Nur die Hohen Priesterkönige und die Kastenhelfer dürfen außerhalb der Nesttage, der drei höchsten Feiertage im Nest, mit der Mutter sprechen.[5]

Die Priesterkönige sind untereinander in der Regel sehr sozial. So helfen sie sich gegenseitig mit ihren Reinigungshaken, Kiefern und Zungen bei der Wäsche.[5]

Technik

Die Priesterkönige verfügen über eine fortschrittliche Technik, die sie zur Stabilisierung der Umlaufbahn der Gegenerde, zur Überwachung der Menschen auf der Gegenerde und zur eigenen Sicherheit verwenden.[13]

Wichtige Priesterkönige

  • Kusk - forscht an der Synthetisierung von Menschen
  • Misk - der Fünftgeborene im Nest
  • Mutter - die namenlose Mutter der Priesterkönige
  • Sarm - der Erstgeborene im Nest

Quellennachweis

  1. Heyne Band 3: Die Priesterkönige von Gor: Kapitel 27, Seite 128
  2. 2,0 2,1 Heyne Band 3: Die Priesterkönige von Gor: Kapitel 9, Seite 47
  3. Heyne Band 1: Gor die Gegen-Erde: Kapitel 2, Seite 15
  4. Heyne Band 3: Die Priesterkönige von Gor: Kapitel 9, Seite 46
  5. 5,0 5,1 5,2 Heyne Band 3: Die Priesterkönige von Gor: Kapitel 11, Seite 54
  6. Heyne Band 3: Die Priesterkönige von Gor: Kapitel 11, Seite 55
  7. Heyne Band 3: Die Priesterkönige von Gor: Kapitel 15, Seite 74
  8. Heyne Band 3: Die Priesterkönige von Gor: Kapitel 10, Seite 48
  9. Heyne Band 3: Die Priesterkönige von Gor: Kapitel 14, Seite 68
  10. Heyne Band 3: Die Priesterkönige von Gor: Kapitel 16, Seite 81
  11. Heyne Band 3: Die Priesterkönige von Gor: Kapitel 10, Seite 49
  12. Heyne Band 3: Die Priesterkönige von Gor: Kapitel 32, Seite 170
  13. Heyne Band 3: Die Priesterkönige von Gor: Kapitel 28, Seite 147

Weblinks