Port Kar

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Port Kar ist eine dicht bevölkerte, schmutzige, herrschsüchtige und verrufene Hafenstadt im Voskdelta am Tambergolf des Thassa.[1] Sie wird auch der Tarn des Meeres genannt[2] sowie aufgrund der vielen Piraten in Port Kar und deren Raubzüge auf dem Meer als Geißel der Thassa bezeichnet.[3]

Port Kar wird im Gegensatz zu den anderen Städten von einem Kapitänsrat regiert und hatte als einzige Stadt lange Zeit keinen Heimstein. Port Kar ist außerdem die einzige Stadt die Fremde willkommen heißt, weshalb sich in der Stadt viele Ausgestoßene und Geächtete einfinden.[2] Port Kar ist durch seine Lage zwischen dem Voskdelta und dem Tambergolf gut geschützt, da ein Angriff durch den schwer durchdringbaren Sumpf des Deltas praktisch unmöglich ist und nur von der Seeseite erfolgen kann. Im Umkreis von hundert Pasang ist Port Kar die einzige befestigte Stadt im Voskdelta.[4]

Stadtaufbau

Port Kar ist eine ausgedehnte Ansammlung von Gebäuden, fast jedes für sich eine Festung, aufeinandergeschichtet und verschachtelt. Die Stadt hat keine Stadtmauer im eigentlichen Sinne. Die Gebäude, die die Stadtgrenze bilden, am Delta oder am flachen Tambergolf, haben auf der Außenseite keine Fenster. Ihre Mauern sind dort meterdick und Bastionen erheben sich auf ihren Dächern. Die Stadt ist durchzogen von Hunderten von Kanälen und viele Kapitänsanwesen verfügen über eigene kleine Hafen. Die Kanäle zum Tamberdelta sind durch schwere Eisentore geschützt.[4]

Arsenal

Das Arsenal ist die zentrale Hafenanlage von Port Kar. Sie wird von den Mitgliedern des Kapitänsrats gemeinsam unterhalten. Im Arsenal werden die Schiffe für Port Kar gebaut, es gibt dort Trockendocks und große Lagerhallen. Die Ausfahrten in den Tambergolf sind mit großen Stahltoren gesichert.[5] Das Arsenal unterhält im Auftrag des Kapitänsrats eigene Schiffe die den Kapitänen gegen eine Gewinnbeteiligung zur Verfügung gestellt werden.[6]

Geschichte

Port Kar ist vermutlich die einzige Stadt auf Gor die nicht durch freie Menschen sondern durch Sklaven gebaut wurde.[4]

Politik

Politisch wird Port Kar von mehreren rivalisierenden Ubaren beherrscht die sich gegenseitig nicht anerkennen. Darunter steht eine Oligarchie von Kaufleuten, den Kapitänen die den Kapitänsrat bilden und das Arsenal unterhalten. Nach dem fehlgeschlagenen Staatsstreich von Henrius Sevarius V. im Jahr 10120 wird die Macht der Ubare beschnitten und auf den Kapitänsrat übertragen.[7]

Die höchste Auszeichnung die einem Kapitän in Port Kar zugesprochen werden kann ist Würdiger Kapitän.[8]

Heimstein

Port Kar war über Jahrhunderte die einzige Stadt auf Gor ohne Heimstein. Erst im Zuge der kriegerischen Auseinandersetzung mit den Inseln Cos und Tyros schuf der Kapitän Bosk einen Heimstein in dem er die Schriftzeichen Port Kars in einen Stein einritzte. Unter diesem Heimstein versammelte sich die Bevölkerung von Port Kar und konnte die zahlenmäßig überlegenen Feinde besiegen. Der erste Bürger von Port Kar der den Heimstein anerkannte war der junge Sklave Fisch.[9]

Handel

Port Kar handelt mit Rencepapier, das aus den Fasern der Rencepflanze gewonnen wird, die überwiegend im Voskdelta wächst.[10] Außerdem lebt die Stadt von der Piraterie.

Piraterie

Die Flotten der Tarnschiffe aus Port Kar gelten als die Plage des Thassa. Die Galeeren sind ständig auf der Suche nach Beute, überfallen Küstenstädte und Kauffahrer und verkaufen sie in die Sklaverei. Sie machen die Meere unsicher von den Ta-Thassa-Bergen der südlichen Hemisphäre bis zu den Seen des Nordens, und sogar im Westen bis nach Cos und Tyros.[2]

Handels- und Kriegsflotte

Die fünf Ubars Port Kars verfügen zusammen über etwa vierhundert Schiffe. Die hundertundzwanzig Kapitäne des Rats besitzen zusammen an die tausend Schiffe und kontrollieren im übrigen weitere tausend Schiffe als Reeder, durch den Rat. Darüber hinaus gibt es in der Stadt etwa zweitausendfünfhundert Schiffe, die rund sechzehnhundert kleinen Kapitänen gehören. Port Kar kommt somit auf eine Gesamtflotte von fünftausend Schiffen.[6]

Holz

Port Kar unterhält mehrere Schonungen in den nördlichen Wäldern. Sie sind von Gräben umgeben, um Vieh und unlizensierte Fuhrleute fernzuhalten. Wächter bewachen die Wälder um sie vor illegalem Schlag zu schützen. Inspektoren schätzen und zählen jedes Jahr die Bäume. Die Schonungen liegen gewöhnlich in der Nähe von Flüssen, damit gefällte Bäume leichter zum Meer gebracht werden können. Port Kar ist völlig abhängig von den Holzlieferungen aus dem Norden.[11]

Bewohner Port Kars

Quellennachweis

  1. Heyne Band 2: Der Geächtete von Gor: Kapitel 5, Seite 28
  2. 2,0 2,1 2,2 Heyne Band 6: Die Piratenstadt von Gor: Kapitel 1, Seite 8
  3. Heyne Band 6: Die Piratenstadt von Gor: Kapitel 10, Seite 55
  4. 4,0 4,1 4,2 Heyne Band 6: Die Piratenstadt von Gor: Kapitel 9, Seite 55
  5. Heyne Band 6: Die Piratenstadt von Gor: Kapitel 11, Seite 80
  6. 6,0 6,1 Heyne Band 6: Die Piratenstadt von Gor: Kapitel 10, Seite 71
  7. Heyne Band 6: Die Piratenstadt von Gor: Kapitel 15, Seite 128
  8. Heyne Band 6: Die Piratenstadt von Gor: Kapitel 15, Seite 127
  9. Heyne Band 6: Die Piratenstadt von Gor: Kapitel 16, Seite 146
  10. Heyne Band 4: Die Nomaden von Gor: Kapitel 7, Seite 32
  11. Heyne Band 6: Die Piratenstadt von Gor: Kapitel 10, Seite 76

Weblinks